Wie lange muss ich Ersatzpflicht bezahlen?

Die Dauer der Ersatzpflicht richtet sich nach der Wehrpflichtdauer für Angehörige der Mannschaft und Unteroffiziere der Armee. Da diese auf 30 Jahre angesetzt ist (Militärgesetz), gilt dies auch für die Ersatzpflichtdauer. Die Ersatzabgabe ist also nicht bis zum Ende der Dienstpflichtzeit (40. Altersjahr), sondern nur bis zu dem Jahr zu bezahlen, in dem das 30. Altersjahr beendet wird.

Kann ich den Dienst verschieben?

Schutzdienstpflichtige können bei der aufbietenden Stelle spätestens zehn Tage vor dem Einrücken ein schriftliches Gesuch um Verschiebung der Dienstleistung einreichen. Das Gesuch ist zu begründen. Ein Anspruch auf Verschiebung besteht nicht. Die aufbietende Stelle entscheidet über das Gesuch. Wichtig: Solange das Gesuch nicht bewilligt ist, besteht die Einrückungspflicht weiter.

Wie komme ich zum Zivilschutz?

Zivilschutz leistet, wer militärdienstuntauglich ist und von einer militärärztlichen Untersuchungskommission für zivilschutztauglich befunden worden ist. Voraussetzung dafür ist, dass nicht mehr als 50 Tage Militärdienst geleistet worden sind. In der Regel musst du also vor der RS mittels eines Arztzeugnisses militärdienstuntauglich werden, um in den Zivilschutz eingeteilt werden zu können. Du hast aber keinen Anspruch darauf, in den Zivilschutz eingeteilt zu werden.
Militärdienstuntaugliche, Frauen, AusländerInnen mit Niederlassung in der Schweiz und ehemalige Zivil- oder Militärdienstleistende können sich freiwillig bei der Wohngemeinde für den Zivilschutzdienst melden.

Wie geht das mit dem Urlaubsgesuch?

Bei Aufgeboten zu Ausbildungsanlässen können Schutzdienstpflichtige bei der aufbietenden Stelle spätestens zehn Tage vor dem Einrücken ein schriftliches Gesuch um Urlaub einreichen. Das Gesuch ist zu begründen. Ein Anspruch auf Urlaub besteht nicht. Die aufbietende Stelle entscheidet über das Gesuch. Über schriftliche Gesuche, die während des Dienstes eingereicht werden, entscheidet der Leiter des Dienstanlasses.

Was muss ich im Zivilschutz tun?

Die Ausbildung der Schutzdienstpflichtigen ist in erster Linie auf die Bewältigung von Katastrophen und Notlagen ausgerichtet. Um einen möglichst breiten Einsatz der Schutzdienstpflichtigen zu ermöglichen, werden sie in einer der drei Grundfunktionen ausgebildet: Stabsassistent (zur Führungsunterstützung), Betreuer (zum Schutz sowie zur Betreuung schutzsuchender Personen) und Pionier (für Instandstellungsarbeiten und zur Unterstützung der Partnerorganisationen).
Die Zuteilung erfolgt anlässlich eines Rekrutierungstages. Du hast keinen Anspruch darauf, zu einer bestimmten Tätigkeit eingeteilt zu werden.

Ich bin gerne bereit Zivilschutz zu leisten, aber nur das Minimum. Was kann ich gegen eine Einteilung ins Kader oder als Spezialist tun?

Genau gleich wie beim Militärdienst kann man im Zivilschutz zum Weitermachen gezwungen werden. Manchmal hilft es, mit der Zivilschutzstelle der Gemeinde oder des Kantons zu sprechen und sie zu bitten, auf entsprechende Aufgebote zu verzichten.

Wie viel Zivilschutz muss pro Jahr geleistet werden?

Bis zum 40. Altersjahr muss ein Zivilschutzleistender als erstes einen Einführungskurs von maximal 3 Wochen, danach jedes Jahr in der untersten Funktionsstufe zwischen 2 und 5 Tage Übungen ableisten. Als Vorgesetzter oder Spezialist (also alles was nicht mehr in der tiefsten Stufe eingeteilt ist) können es bis zu 2 Wochen pro Jahr sein.